Passend zum neu konzipierten 1967er Mustang gab es auch einen neu designten Ford Mustang Shelby. Es wurden die Heckleuchten des 1965er Ford Thunderbird verbaut. Weiterhin verbaute Shelby die charakteristischen Lufthutzen zur Bremsenkühlung auf jeder Seite und den typischen Flip-up Spoiler. Der 1967er Shelby Mustang war das erste amerikanische Auto, in dem serienmäßig ein Überrollbügel verbaut wurde.
Neben dem GT 350 war auch erstmalig der GT 500 mit einem 7-Liter V8 Bigblock und 335 PS erhältlich. Der GT 500 von Shelby sprintete in 6,7 Sekunden von 0-100 km/h und erreichte ein Drehmoment von 510 Nm. Darüberhinaus war der Shelby Mustang GT 500 ein beliebtes Fahrzeug für die Filmindustrie. Die 1967er Serie des Shelby Mustang wird oft mit dem Namen Eleanor in Verbindung gebracht, der da Film “Nur noch 60 Sekunden” dem Fahrzeug zu Ruhm verhalf. Die Cobra auf dem Tankdeckel, das charakteristische Heck mit gewöhnungsbedürftiger Kante, zwei Endrohre, zusätzliche Lufthutzen an der C-Säule, die veränderten Heckleuchten und das in der mittleren Front integrierte Fernlicht sind typische Merkmale für den Shelby Mustang. Der 67er GT500 hatte entweder eine 4-Gang Schaltung oder eine 3-Gang Automatik. Das Interior war dem Mustang GT Standard angepasst. Das 8.000 U/min und 140 mph Tacho sowie der gepolsterte Überrollbügel waren Shelby eigen.
Bemerkenswert ist, dass der GT 500 sogar teilweise Fiberglas verbaut hatte, um die Leistung zu verbessern bzw. das Gewicht zu reduzieren. Die Blinkerlampen waren an den Mercury Cougar angelehnt. In der Mitte des Kühlergrills befand sich Shelby-typisch das Fernlicht. Die charakteristischen Shelby Streifen waren Händlersache und nicht unbedingt von Werk aus Standard. Shelby verstand es dem Mustang ein “performance-upgrade” zu geben und den bereits wertig erscheinenden Mustang zu noch mehr Ausstrahlung und Power zu verhelfen.
Zwei Jahre später brachte Shelby den “Ultimate Shelby Mustang” auf den Markt, den 1968 Shelby GT 500-KR (King of the road). Dieser Shelby Mustang hatte den einen noch stärkeren Motor verbaut, nämlich den 428 Cobra Jet Motor. Der 7-Liter V8-Motor leistete nun ungefähr 335 PS laut Herstellerangabe, aber in Realität wohl über 410 PS. Alles in allem wurden 933 GT-500KR Fastbacks und 318 Cabrios produziert. Dieses Auto verkörpert den amerikanischen Begriff “muscle car”. Die Steigerung zum Pony ist also dieser Muskel-Bolide. Der 68er Shelby Mustang verfügte auch über einen breiteren Grill und ausgeprägtere Sicherheitsmerkmale. Neue Cobra Embleme fanden sich auf dem vorderen Kotflügel und auf der Beifahrerseite auf dem Armaturenbrett wieder. Shelby nutzte außerdem eine Konsole für Öldruck- und Ampere-Manometer. Der 68er Shelby Mustang trug auch oft den Beinamen Shelby Cobra, anstatt Shelby GT wie bei der 67er Reihe.
Shelby “motzt” den so schon sportlichen Mustang noch einmal auf und verleiht ihm eine spezielle Exklusivität. Er wirkt immer noch bullig, kraftvoll, aber dennoch charmant. Die charakteristischen Merkmale von Shelby, wie die zusätzlichen Lufthutzen an der C-Säule lassen den Shelby Mustang mit seinen kraftvollen Motoren noch sportlicher erscheinen. Das Konzept Mustang geht auf und somit wird auch der Shelby Mustang ein echter Verkaufsschlager.
