Seit April 1964 baut der amerikanische Automobilkonzern Ford den Sportwagen Mustang und schrieb damit vom Verkaufsstart an die Automobilgeschichte neu. Auf der technischen Basis des Ford ­Falcon wurde der Mustang sowohl als Coupé als auch als Cabriolet der Urvater aller Pony Cars. Gleich mit Beginn des Verkaufs war dem Mustang eine enorme Nachfrage beschieden. In den USA wurden bis heute von keinem Automodell im ersten Verkaufsjahr mehr verkauft als vom Ford Mustang mit etwa 680.000 Exemplaren im ersten Jahr.

Besonders bekannt und beliebt war und ist die Legende, das eigentliche Modell der zweiten Generation aus den Jahren 1967 und 1968. Das Mustang Pony Car wurde in über 700 Filmen eingesetzt und ist allein deswegen schon aus den Geschichtsbüchern nicht mehr wegzudenken. ­Chuck Berry verewigte das Auto durch seinen Titel My Mustang Ford und mit dem Song Mustang Sally setzte Wilson ­Pickett dem Klassiker aller Sportwagen ein musikalisches Denkmal. Durch vielfältige Einzelextras und verschiedene Ausstattungspakete konnte sich schon damals jeder Kunde seinen Mustang selbst nach Wunsch gestalten. Ein günstiges Sechszylindermodell mit wenig Extras gab es ebenso wie ein Luxuscoupe oder die Sportvariante mit einem V8-Motor.

Bereits 1966 wurde das Mustang Emblem so umgestaltet, wie es heute noch das Erkennungszeichen für den klassischen Sportwagen darstellt. Außerdem bekam der Mustang bereits damals vorne und hinten Sicherheitsgurte sowie eine gepolsterte Armaturentafel.

Der Ex-Rennfahrer Carroll ­Shelby ­begann im Jahr 1965 Sondermodelle des Mustangs zu bauen. In der kalifornischen Kleinstadt ­Venice schuf er eine Art Rennversion des Mustang Fastback mit 306 PS und einem 4,7 Liter ­V8 Motor. Der erste ­Shelby war damit bereit, in die Legende aufgenommen zu werden. Eine Version des ­Shelby war der ­GT-350H der ausschließlich für den Autovermieter Hertz hergestellt wurde und meist schwarz mit goldenen Zierstreifen war.

Ab dem Modelljahr 1967 fiel der neue Mustang dann insgesamt etwas größer aus, was auch Platz für hubraumstärkere Motoren bot. Die Heckblende, die zur Aufnahme des Tankverschlusses diente, wurde konkav angeordnet und der Kühlergrill ein wenig größer gestaltet als in den Jahren vorher. Diese zweite Generation des Mustangs wurde in den Jahren 1967 und 1968 über 780.000-mal verkauft. Davon waren 70.000 Mustang Cabriolets und über 110.000 die sogenannten Fastback-Modelle des Mustangs.

Das Kultauto wurde nicht nur in unzähligen Filmen gezeigt, es spielt auch beinahe die Hauptrolle in einigen Fernsehserien. In Mike Hammer fuhr ­Stacey ­Keach einen blauen Mustang und in der Serie Spenser liebte Robert ­Urich seinen dunkelgrünen Mustang Fastback. ­Farrah ­Fawcett fuhr in ­Drei Engel für Charlie einen spektakulären weißen Mustang Cobra. Aber eine der wohl bekanntesten Filmszenen und gleichzeitig die grandioseste Verfolgungsjagd in der Geschichte des Films wurde in San Francisco mit einem 1968er Fastback für den Film ­Bullitt mit Steve McQueen gedreht. Sogar in neuerer Zeit wird der Mustang immer wieder in Filmen wie ­Scary Movie 4 oder ein Duke kommt selten allein eingesetzt. Sogar in einem Musikvideo von Tokio Hotel wurde ein 1967 Mustang Fastback ­gefahren.